

Der Reimser Gemeindeverband REIMS METROPOLE ist organisierende Verkehrsbehörde der Nahverkehrsbetriebe (Périmètre des Transports Urbains - PTU) des Gemeindeverbands. Er definiert die generelle Stadtverkehrspolitik und legt die Zielsetzungen fest. Er entscheidet über die Einführung oder Änderung von Linien und Serviceleistungen und sorgt für einheitliche Tarife.
REIMS METROPOLE hat zwei Gesellschaften mit den Transportleistungen betraut:
- die Gesellschaft « Transports Urbains de Reims » (T.U.R.), mit der sie einen Vertrag für die Übernahme der öffentlichen Verkehrsdienste unterzeichnet hat. Dieser Vertrag trat am 1. Januar 2000 für eine Dauer von zehn Jahren in Kraft. Die Busflotte besteht aus 22 Fahrzeugen. 2005 haben die TUR 7 699 897 km und 30 324 568 Fahrten zurückgelegt. REIMS METROPOLE leistet einen Beitrag von 27 500 000 € inkl. MwSt. Website TUR.
- der Gesellschaft TREMA. Für Benachteiligte im öffentlichen Nahverkehr, die aufgrund ihrer Behinderung das reguläre Busliniennetz nicht benutzen können, bietet der Gemeindeverband von Reims gegen Reservierung einen Tür-zu-Tür-Service an. REIMS METROPOLE hat mit der Firma ISA TAD einen Vertrag zur Übernahme der öffentlichen Transporte unterzeichnet. Dieser Vertrag über den Transport von Behinderten trat am 1. Januar 2004 für eine Dauer von 6 Jahren in Kraft. 25 Fahrzeuge fahren unter den Namen TREMA. TREMA absolvierte in diesem ersten Betriebsjahr 96 787 Fahrten. REIMS METROPOLE beteiligte sich mit einem Pauschalbetrag von 1 659 400 Euro inkl. MwSt. Website TREMA.
REIMS METROPOLE hat den städtischen Verkehrsplan „Plan de Déplacements Urbains (PDU)“ ausgearbeitet, in dem die allgemeinen Grundsätze für die Organisation der Verkehrsbetriebe, des Verkehrsflusses und des Parksystems für den Nahverkehrsbereich festgelegt werden. Hauptziel ist eine rationale Benutzung des Autos, wobei Fußgängern, Zweirädern und öffentlichen Verkehrsmitteln mehr Platz eingeräumt werden soll. So wird in diesem vom Gemeindeverband verabschiedeten Verkehrsplan festgelegt, dass der öffentliche Personenverkehr in Zukunft in jeder Hinsicht verbessert werden soll, so dass alle davon profitieren. Den Schwerpunkt und die Grundlage dieser Entwicklungspolitik bildet die erste Straßenbahn von Reims. Die Gemeinden und Viertel, in denen die Straßenbahn nicht hält, werden bei der Umstrukturierung des Busnetzes berücksichtigt.
Website Tramway de Reims.
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Die Linien dieser ersten Reimser Straßenbahn wurden auf den Hauptachsen eingerichtet. Bis 2010 wird jedoch der öffentliche Personenverkehr des gesamten Gemeindeverbands deutlich verbessert worden sein.
Die Optimierung des öffentlichen Personenverkehrs geht auf die Empfehlungen des städtischen Verkehrsplans PDU zurück, dessen Zielsetzung darin besteht, die durch den Kfz-Verkehr bewirkten Umweltbelastungen zu verringern. Man möchte eine glaubhafte Alternative zum Auto bieten.
Erste Zielsetzung: - die Verkehrsmittel an die Anzahl der zu transportierenden Personen anpassen. Ab einer Anzahl von 2500 Fahrgästen pro Stunde pro Fahrtrichtung können die Gelenkbusse unter normalen Bedingungen nicht mehr alle Personen befördern. Die U-Bahn ist für einen Personenandrang von 7500 Fahrgästen/Stunde/Fahrtrichtung konzipiert. Auf der Nord-Süd-Achse unseres Gemeindeverbands erweist sich die Straßenbahn als besonders geeignetes Beförderungsmittel. 45 000 Fahrgäste werden täglich auf dieser Linie erwartet. Die anderen Verkehrsachsen werden wie bisher über den Buslinienverkehr verwaltet: 150 Busse befahren die Verkehrsadern unseres Gemeindeverbands.
Zweite Zielsetzung: Steigerung des Kilometerangebots. Das Streckenangebot soll deutlich erweitert werden: In Zukunft sollen 8 200 000 km im Gegensatz zu den aktuellen 7 770 000 km zurückgelegt werden, d.h. die Kilometerzahl soll sich um 430 000 km (+ 5,5 %) erhöhen. Das neue Verkehrsnetz basiert auf der Straßenbahn mit ihren zwei Linien (Neuchâtel/CHU; Bahnhof Gare TGV Reims, Stadtzentrum/ Bahnhof Gare TGV Champagne Ardenne), zwei stark benutzten Buslinien; sieben Linien, die die Anbindungen gewährleisten, vier Ringlinien, vier zusätzlichen Haltestellen (Citadines, ZI) und zwei Schullinien, die nicht immer angeboten werden.
Dritte Zielsetzung: Bessere Verbindungen. Um attratkiv zu sein, muss der Nahverkehrsbetrieb schnell sein, regelmäßig und pünktlich fahren, zugänglich sein und Fahrkomfort bieten. Die Haltestellen müssen sauber sein, dem Ampelsystem muss Vorfahrt eingeräumt werden, die Gleise müssen erhöht sein... nur so können Fortschritte erzielt werden. Die neuen Technologien halten ihren triumphalen Einzug in die Welt des öffentlichen Personennahverkehrs von Reims Metropole. Zwei Beispiele auf Gebieten, mit denen die Einwohner des Gemeindeverbands bald vertraut sein werden:
- die Einführung des Ticketing. Schluss mit dem Abstempeln der Fahrscheine. Alle Fahrscheine, vom Ticket bis zum Abonnement, werden in Zukunft berührungslos kontrolliert. Das Ticketing hat eine Mini-Revolution ausgelöst: In Zukunft berechtigt ein Fahrschein nicht mehr zu einer Fahrt sondern zu einer Stunde Fahrt. Die Fahrt kann also jederzeit unterbrochen werden, um kurz einkaufen zu gehen, und anschließend seinen Weg wieder fortzusetzen und mit dem gleichen Fahrschein nach Hause zu fahren;
über das Handy kann der Fahrgast insbesondere von zu Hause aus die tatsächliche Ankunftszeit der beiden nächsten Busse an der gewünschten Haltestelle einsehen. Schluss mit der Warterei bei Kälte oder Regen.
Ein solches Projekt wäre sinnlos, würde es nicht zur eigentlichen Zielsetzung beitragen, nämlich der verstärkten Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, eine Benutzung, die seit Jahren stagniert. All diese Verbesserungen werden sich in einer deutlichen Erhöhung der Fahrgastzahlen äußern. Der Konzessionär, Société MARS, setzt sich für eine deutliche Erhöhung der Benutzerzahl ein. Heute bietet man knapp über 30 Millionen Fahrten pro Jahr. In Zukunft werden es 42 Millionen Fahrten in öffentlichen Verkehrsmitteln sein, was eine jährliche Benutzungssteigerung von 40% wäre.
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Eine deutliche Erweiterung des Haltestellenangebots.
Zur Veranschaulichung die Entwicklung der Anzahl der Abfahrten in jeder Reimser Randgemeinde an einem Wochentag:
| Bétheny | 66 | 150 |
| Bezannes | 35 | 87 |
| Cormontreuil | 201 | 249 |
| St Brice Courcelles | 62 | 131 |
| Tinqueux | 228 | 278 |
Reims Métropole, organisierende Verkehrsbehörde
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